Die Daisy ist 60

Wir haben schon vergessen, wie teuer es eben noch war, sich ein Auto zu kaufen und es zu erhalten. Bevor Ende der 1950er Jahre die Volksmotorisierung Österreichs auf vier Rädern begann, schlug sie auf zwei Rädern durch. Der Gesetzgeber schuf das Regelwerk, dank dessen man plötzlich ein Kraftfahrzeug ohne Führerschein fahren durfte. Wenn der Motor bloß 50 ccm hat und ein Limit von 40 Km/h eingehalten wird.

Sonderfahrzeug: die Beiwagen-Daisy

Puch war nicht der einzige Anbieter, aber sehr bald überragender Marktführer. Wann? Ab 1954 kam die Stangl-Puch in die Gänge, die Puch MS 50 tauchte in der Presse und auf den Straßen auf. Im Jahr 1959 folgte die Daisy, amtlich: die Puch DS 50. Eine Stangl-Puch 2.0, könnte man sagen, extended version. Der adaptierte Halbschalenrahmen, die Schubschwinge am Vorderrad, Schürze und Trittbretter. Hoch die Tassen! Die Daisy wird heuer 60.

DS 50-Variationen im Museum

Sie können im Museum ein schöne Auswahl an DS-Variationen sehen. So auch die mausgraue DS 60, von der heute nicht mehr viele wissen. Zur kommenden Jubiläumsschau wird es überdies eine quietschgelbe Gespann-Version zu sehen geben.

Wie ging es im Roller-Segment weiter? Puch R 50, Lido-Roller, und natürlich nicht zu vergessen: parallel die großen Puch-Roller. So schaut es also 2019 aus: 60 Jahre Puch DS 50 und Steyr-Puch Haflinger, 40 Jahre Puch G.

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Martin Krusche, Künstler, siehe: [link]