Die Tüftler

Neben einem soliden Basisbestand an Ausstellungsstücken sind in der Halle immer wieder Neuigkeiten zu finden, aber auch alte Stücke zu entdecken, die an den Rand rücken mußten, weil etwas Neues dazukam. Ist Ihnen eigentlich das Holzmoped schon einmal aufgefallen? Da müssen Sie in den Regalen nachsehen.


Mit dem grünen 1975er Sondermodell der Puch Monza wird es Ihnen leichter gemacht. Der Einsitzer-Prototyp mit der Doppelscheibe ist in der Moped-Abteilung nicht zu übersehen. Ein anderer Prototyp mit Bombardier-Motor läßt ahnen, wie spannend der Zweiradsektor dahergekommen wäre, wenn das Mitte der 1980er Jahre mit der Marktfähigkeit weiter geklappt hätte.

Aber die ganze (Vor-) Geschichte der Steyr-Daimler-Puch AG ist von Veränderungsschritten geprägt, vom Zukauf und vom Abstoßen diverser Bereiche, denn wo der Umsatz keinen hinreichenden Profit ergibt, haben Querfinanzierungen innerhalb der Company schnell enge Grenzen.

Das ist allgemein seit Beginn der Industriellen Revolution so und gehört zum Gedeih und Verderb von großen Firmen unausweichlich dazu. Natürlich lieben Fans die Mythenbildung, weshalb manchmal klare ökonomische Gründe lieber ignoriert werden.

Aber bedenken Sie, welche feinen Raritäten Sie im Prototypen-Sektor noch entdecken können, weil eben nicht alles in Serie ging, was die Tüftler in Graz sich ausgedacht haben. Und dazu kommen dann noch private Kuriositäten wie das eingangs erwähnte Holzmoped…

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Martin Krusche, Künstler, siehe: [link]