Merkwürdiges Photo

Was ist schon so besonders daran, hinter einem LKW herzufahren? Der Zufall hat mir eine spezielle Pointe zugespielt. Wer sie auf Anhieb erkennt, kennt die Lebensgeschichte des Johann Puch etwas detaillierter.

Vorweg, die Autobahnabfahrt nach Graz-Liebenau wurde aus dem Vorjahr heraus neu gestaltet. Graz Ost hat nun auch eine Spur Richtung Hausmannstätten. Dafür mußten allerhand Buschwerk aus dem Weg geräumt und Boden aufgeschüttet werden.

Die neu gestaltete Autobahnabfahrt Graz Ost

So hat man jetzt bei der Abfahrt freie Sicht auf das Zweier-Werk (Graz-Thondorf). Die Wegweiser wurden erneuert und ergänzt. Wir sehen, daß eine der Abfahrten immer noch mit „Puchwerk“ ausgeschildert ist, das Andenken an den Altmeister also weiter gepflegt wird.

Und der LKW? Er kommt, gut erkennbar, aus Slowenien; genauer, aus Maribor, das einst in der „Untersteiermark“ lag, der auch Puch entstammt.

Die „prevozi“ sind Dienstleistungen. Das slawisch geschriebene (ein Laut = ein Zeichen) „Geršak“ entspricht phonetisch unserem Gerschak. Klingelt es jetzt?

Johann Puch, slowenisch: Janez Puh, hatte auf seinem Weg nach Graz in Bad Radkersburg eine wesentliche Station, nämlich die Werkstatt von Anton Gerschack. Dort vertiefte er seine Fertigkeiten, die ihm dann für den Militärdienst wesentliche Grundlagen waren, um die biographischen Weichen Richtung Puchwerk zu stellen.

So habe ich also ein Photo von erheblichem symbolischen Gehalt machen können. Kurios, hm?

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Martin Krusche, Künstler, siehe: [link]