Mopedismus, nordisch

In Österreichs Gesetzen kommt der Begriff „Moped“ nicht vor. Wir haben ihn vermutlich aus Deutschland bezogen. Dort wurde einst wohl Schweden als Quelle genützt.

Technologisch haben derlei „Motorfahrräder“ eine sehr viel längere Vorgeschichte, auch im alten Österreich, doch gesetzlich wurden sie erst in den 1950er-Jahren so definiert, daß unsere Moped-Kultur daraus entstand.

Dänisches Puch-Handbuch von Niels Teilbæks Website

Dänisches Puch-Handbuch von Niels Teilbæks Website

Der Punkt: Es ging nicht nur um preiswerte Kraftfahrzeuge, sondern auch darum, daß man sie ohne Führerschein fahren darf. In den skandinavischen Ländern waren da Vorreiter unterwegs und Deutschland hatte schon eine boomende Moped-Industrie, als die erste „Stangl-Puch“ auf den Markt kam.

Aber Puch holte enorm auf und hat vor allem im hohen Norden bis heute sehr viele Fans, die standfeste Puch-Mopeds zu schätzen wissen. In Dänemark heißt dieser Fahrzeugtyp „Knallert“. Der Begriff ist lautmalerischer Natur.

Das könnte in Österreich „Kracherl“ heißen, wäre dieses Wort damals nicht schon auf Limonaden verwendet worden, deren Kohlensäuregehalt es beim Öffnen der Flasche… Genau, es ein wenig krachen ließen.

Die Puch CS 50 aus dänischer Sicht

Die Puch VS 50 aus dänischer Sicht

Auch wer kein Dänisch kann, weiß den Hinweis „Instruktionsbøger“ als einen Link auf Handbücher zu deuten. Die „Ledningsdiagrammer“ erweisen sich als Schaltpläne. Gut denkbar, daß sie einem auch mit fremdsprachlicher Erläuterung nützen. Diese Downloads: [link]

Es lohnt also, die Website von Niels Teilbæk zu durchforsten und man entdeckt allerhand interessante PDF-Dokumente, die einen erfreuen können, selbst wenn man, wie ich, kein Schrauber ist: [link]

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Martin Krusche, Künstler, siehe: [link]