Notorische und motorische Innovationen

Wir haben hier in der Steiermark leicht reden. Auch wenn der G-Wagen schon lange nicht mehr als Puch G rausrollt, sondern als G-Klasse mit Stern, kommt in uns keinerlei Zweifel auf, das ist einer von uns. Er wird ja auch noch im Puchwerk gebaut, pardon, bei Magna. Aber die Wegweiser auf der Autobahn nennen nach wie vor Puchwerk Graz.

Was ist ein Sech?

Das ist eben Volkskultur in der technischen Welt. Und es verstummen keineswegs jene Stimmen, die mit sachter Einschränkung sagen: „WAHRSCHEINLICH der beste Geländewagen der Welt.“ Wer es nicht glaubt, soll seinen 4×4 mitbringen und wir machen einen kleinen Ausflug auf den Schöckel.

Ist schon gut, ich beruhige mich gleich wieder. Es macht einfach Spaß, diesen Klassiker ein wenig zu drehen und zu wenden, denn darin steckt ein Stück steirischer Industriegeschichte, die schon in der Antike begann; mit dem norischen Eisen, das selbst Homer als besonders hart erwähnt hat.

Naja, das ist etwas großspurig formuliert. Sehr viel seriöse können wir damit beginnen, daß Erzherzog Johann von Österreich, Bruder des Kaisers, vor rund 200 Jahren Herren James Watt in England besuchte und sich von ihm die Neuigkeiten zeigen ließ. Optimierte Dampfmaschinen. Von da an änderte sich in der Steiermark vielleicht nicht alles, aber sehr viel.

Wir hatten hier übrigens schon immer begabte Leute, die es verstanden, sich über technische Innovationen das Leben an manchen Stellen etwas zu erleichtern. Fragen Sie doch einmal Bauersleute, was ein Sech ist, genauer ein Messer-Sech. Oder schlagen Sie im Web gleich den Fernitzer Pflug nach.

Aber was ich eigentlich erzählen wollte, hier ein weiteres Fundstück in Sachen G-Wagen. Das Heft 1/2018 können Sie online ansehen oder als PDF-Datei runterladen. Auf Seite 16 finden Sie die passende Geschichte: [link]

P.S.: Hier die getarnte Version: [link]

 

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Martin Krusche, Künstler, siehe: [link]