Sichtungen: Der Bulle und das Pony

Wer Teile von Graz zu Fuß durchquert, hat natürlich stets die Chance, im Alltag Klassiker aus Grazer Produktion vorzufinden. Allerdings wird man nicht gar so oft einen derart blitzsauberen Pinzgauer zu sehen bekommen. Was einst ein Vorgarten war, diese Übergangszone zwischen privatem und öffentlichem Raum, ist hier nun Stellplatz für das Schmuckstück.

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Ich möchte es nicht Parkplatz nennen. Wäre der Bulle kleiner, würde man ihn sich vielleicht auf das Nachtkasterl stellen. So aber muß er im Buschwerk auf die nächste Ausfahrt warten.

Puch Fahrräder sind selbstverständlich Standard auf den Grazer Straßen. Daß aber Klapp- und Campingräder wieder verstärkt sichtbar werden, ist ein eher junges Phänomen. Ich erinnere mich gut an lange Jahre, da konnte man sich nach den Winzlingen die Augen ausschauen. Keine Chance.

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Das hat sich inzwischen geändert. Ich tippe auf ein Zusammenspiel der städtischen Verkehrslage mit den Interessen einer jungen Generation. Wer in Graz lebt und hauptsächlich da zu tun hat, wird die erheblichen Kosten des Autobesitzes gut überlegen.

Wo aber nun innerstädtisch das Fahrrad Mobilitätsvorteile bringt, scheint das ein Faible für Klassiker zu stärken. Und da regiert Puch.

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Martin Krusche, Künstler, siehe: [link]