Sichtungen: Winter-Schammerl

Das mit dem Winter ist ein wenig unpräzise. Wir hatten ja schon den offiziellen Frühlingsbeginn und die Umstellung auf Sommerzeit. Facebook läßt mich wissen, daß allerhand Leute da draußen gerade die Sommerreifen aufziehen lassen.

15apr02_pucherl
Ich hatte in Weiz zu tun, konnte mir da einige Vollelektriker und einen sehr teuren Hybrid ansehen. Technologiesprünge. Davon werden wir heuer auch etwas bei „Mythos Puch“ [link] in der Oststeiermark zeigen.

Über das Plauderstündchen mit Christian Hütter werde ich noch erzählen. Er ist mit einem Testlauf befaßt, „Social e-Drive“, in dem regionale Sozialinitiativen Elektrofahrzeuge erproben und ihre Erfahrungen in ein Handbuch einbringen: [link]

Nein, rümpfen Sie nicht die Nase! Individuelle Mobilität wird uns kaum auf die gewohnte Art erhalten bleiben. Da stehen uns noch große Umbrüche bevor. Auf jeden Fall sollten wir uns mit neuen Technologien vertraut machen, bevor uns der Lauf der Dinge womöglich Umstiege aufzwingt.

Außerdem ist gute Ingenieursarbeit immer interessant, egal, aus welcher Ära sie stammt. Mobilitätsgeschichte ist längst jenseits der Verbrenner angelangt, auch wenn der Sound eines luftgekühlten Boxers nicht durch einen elektrischen Ventilator oder was auch immer ersetzt werden kann. Aber ich greife vor.

Als ich in Weiz wieder vom Acker fuhr, hüllte mich heftiges Schneetreiben ein. Das ist bei uns für den 1. April doch etwas gewöhnungsbedürftig. Auf halbem Wege Richtung Gleisdorf sah ich plötzlich ein vertrautes Gesichtchen im Rückspiegel, gab Gas, um mich auf den nächstbesten Parkplatz zu hauen.

Es war genug Zeit, mit der Kamera in Position zu gehen, denn das alte Ehepaar fuhr im schneeweißen Pucherl sehr gemächlich daher. Dabei wären sie mir fast ausgekommen, weil sie abbogen, bevor sie auf meiner Höhe ankamen. Aber wie man sieht, ging es sich aus.

Der Mitsubishi i-MiEV im Foyer des Puch-Musuem. (Hausherr Kalrheinz Rathkolb dürfte für diese Technologie noch wenig anfällig sein.)

Der Mitsubishi i-MiEV im Foyer des Puch-Musuem. (Hausherr Kalrheinz Rathkolb dürfte für diese Technologie noch wenig anfällig sein.)

Übrigens, Vollelektriker, zur Erinnerung: als ich selbst einmal eine Woche lang ektrisch fuhr, war das Puch-Museum vorrangiges Ziel für meinen Versuch „Einmal Graz und retour“. Dabei hatte ich damals kurz einen sehr versierten Fahrgast, nämlich den Motorradsammler und Museumsbesitzer Friedrich Ehn; siehe: [link]

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Martin Krusche, Künstler, siehe: [link]