Volkskulturelles

In der Steiermark erfreuen sich viele Menschen einmal im Jahr an einem volkstümlichen Großereignis, das inzwischen der Volkskultur zugerechnet wird. Das ist eine kuriose Neuerung, denn gerade die Volkskultur war bisher eigentlich durch Regionalität und eine spezielle Zuordenbarkeit an bestimmte Orte gekennzeichnet, geprägt von ganz konkreten Lebens- und auch Arbeitsbedingungen an diesen Orten.

Das Programmheft-Cover zu „Aufsteiern“

Das Programmheft-Cover zu „Aufsteiern“

Na, man könnte sagen, das Event „Aufsteiern“ erinnert immerhin über etliche seiner Elemente an jenes weitgehend versunkene Kulturgut, das hauptsächlich mit der alten agrarischen Welt verknüpft war, so auch mit den Lebenssituationen jener Tage. Diese Volkskultur stand ja oft ausdrücklich im Kontrast zur bürgerlichen Kultur des urbanen Lebens.

Das Original vom Cover

Das Original vom Cover

Heute also: alles anders! Und auf dem Cover des Programmheftes zu „Aufsteiern“ eine schöne 250er Puch. Raten Sie, wo die steht! Das wäre zugleich ein Hinweis, daß es bis heute auch eine Volkskultur in der technischen Welt gibt, zu der solche klassischen Fahrzeuge gehören, die erhalten werden wollen und die von kulturellen Aktivitäten umgeben sind.

Diese Art der Volkskultur wird übrigens nicht von Event-Agenturen organisiert, sondern von engagierten Menschen in ihrer Freizeit geschaffen. Man könnte sagen: Der Unterschied macht den Unterschied.

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Martin Krusche, Künstler, siehe: [link]