Wenn der Tischlermeister ausliefert

Frau Karin Bruckner schickte uns ein Foto, das deutlich macht, welche Bedeutung die Motorräder hatten, bevor Autos für die meisten Menschen erschwinglich wurden. Sie schrieb dazu: „Das ist die Puch 250 SG meines Großvaters. Er war Tischlermeister in Riedlingsdorf. Seine Tischlerei eröffnete er 1934. Für kleinere Möbelstücke hat er hinten eine Art Anhänger angehängt und ausgeliefert. Geliebt hat er die Sonntagsausflüge. Zu der Zeit waren die meisten Straßen jedoch noch nicht asphaltiert und daher konnte die Geschwindigkeit noch nicht richtig ausgetestet werden.“

Das Motorrad des Tischlermeisters

Das Motorrad des Tischlermeisters

Manche werden sich erinnern, daß für die Anschaffung eines Fahrrades oft die ganze Familie Geld zusammenlegen mußte. Das war dann freilich auch kein Wegwerfprodukt, weshalb wir heute noch vielfach Fahrräder im Alltagsgebrauch sehen, die zwischen vierzig und siebzig Jahre alt sind. Frau Bruckner : „Das war Luxus! Nur sehr wenige im Dorf hatten nach dem Krieg die Möglichkeit sich ein Motorrad anzuschaffen. Ein neues Fahrrad war schon Dorfgespräch – und dann erst ein Motorrad!“

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Martin Krusche, Künstler, siehe: [link]